Regenwürmer, Asseln, Tausenfüssler… Boden

In 2013 fanden die PionierInnen der „Fächergärtner“, zu denen auch unsere damals 2-köpfige Familie gehört, zwischen den Hainbuchen-Hecken an der Nordseite des Budo-Club Gebäudes kargen Boden vor.

 

 

Er war spärlich mit Gras und wenigen genügsamen Kräutern bewachsen. Wenn man einige Zentimeter grub, wusste man, warum hier wenig wuchs. Nach einer dünnen Grasnarbe mit sandigem Boden traf man auf Steine. Mutmaßlich Schlackereste aus einer Zeit, als das Gelände als Schutthalde genutzt wurde.

 

 

Im ersten Jahr wurde bereits eine Kräuterspirale angelegt, die sich bei vielen PassantInnen großer Beliebtheit erfreute. Im zweiten Jahr kamen 3 Hochbeete und eine weitere Kräuterspirale hinzu. In einer gewaltigen Aktion wurden die Steine in einer der Heckennischen abgetragen und mit Komposterde aufgefüllt. Die Erde bekommen wir jedes Jahr vom Gartenbauamt der Stadt, die das Projekt auf diese Weise immer wieder gerne unterstützt.

 

 

Das Projekt lebt natürlich vor allem durch engagierte GärtnerInnen und dadurch, dass der Garten immer wieder viel Anerkennung durch PassantInnen bekommt. Auch wenn es manchmal den Anschein hat, dass nichts mehr passiert, wie während der Hitzperiode 2015 oder dass sich keiner mehr kümmert, wie während des regenreichen Frühjahrs 2016 als alle Pflanzen zu schießen und zu wuchern begannen. Es gibt immer wieder Menschen, die sich gärtnerisch betätigen und sich in der Stadtnatur begegnen.

 

 

Alles das nenne ich Permakultur.

Ich hatte oft das Gefühl, man könnte und müsste doch viel mehr machen. Wasserspeicher bauen und Regenwasser vom Dach des Budo-Club holen. Konzepte wurden schon geschrieben, Geld ist da und umgesetzt wurden sie bisher noch nicht. Ich glaube, es ist alles Teil der Entwicklung. Ich lerne den Garten immer mehr lieben.

 

Ich lerne jedes Jahr etwas dazu:

Welche Pflanzen gehen wie mit Trockenheit um? Tomaten und Auberginen aus dem Urbanen Garten sind offenbar extrem beliebt. Wie behutsam gehen Menschen mit Wildbienen um? Wie reguliert die Natur eine Läuseplage ganz allein…. Wahrscheinlich kann man über 3 Jahre Budo-Garten schon ein ganzes Buch schreiben.

 

 

Unser Beitrag ist seit 2015 vor allem ein Komposthaufen in der süd-östlichen Nische, die es nun möglich macht, den Grünschnitt als Dünger zurückzugewinnen. Zusammen mit dem Bokashi Kompost aus unserer Wohnung ist es ein Biotop für alle Arten von Humusbildnern: Regenwürmer, Asseln, Tausenfüssler…

 

 

Freust du dich auch über das artenreiche Biotop in der Stadt? Wünschst du dich auch eine natürliche Regenerierung der urbanen Böden? Folge uns! Wir erzählen dir wie es wir machen! Mit Spaß!!

 

Dein Daniel

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