Die 7 Geheimnisse der Lebensenergie… haben mich 20Kg gekostet

Ich habe immer gerne gegessen. Seit vielen Jahren, habe ich meine Ernährung auch vor dem Hintergrund des ökologischen Fußabdrucks und der Ethik betrachtet. Das war der Punkt, als ich nicht einfach alles blind konsumieren wollte, was auf meinem Teller landet und fühlte mich immer mehr mit einer veganen, grün-rohköstlichen Ernährungsweise hingezogen.

 

 

Dieses Jahr im März war es soweit. Die folgenden Gründe, warum ich zumindest in der Fastenzeit bis Ostern ausschließlich Rohkost zu mir nehmen wollte, gaben den Ausschlag für ein Ernährungs-Experiment:

 

  • Ich wollte zunehmen. Ich hatte während meiner immer veganeren Ernährungsweise in den letzten zwei Jahren fast 10 kg Gewicht verloren und wollte unbedingt wissen, ob das vielleicht an bestimmten “ungesunden” veganen Nahrungsmitteln oder der nicht optimalen Kombination bestimmter Nahrungsmittel lag?
  • Ich wünschte mir noch mehr Energie für mein Leben, vor allem für meine Familie und für die Projekte in SmileatLife, die gerade voll Fahrt aufnehmen sollten.
  • Auch Raquel tendierte mittlerweile immer mehr zu veganer Rohkost. So konnte ich sicher sein, zumindest in der Familie beim Essen nicht sozial isoliert zu sein.
  • Ich hatte seit dem letzten Experiment viel gelesen und gelernt (z.B. rohes Essener Brot selber machen, Sprossen keimen, Pflanzensäfte selbst pressen) und fühlte mich sicher, dieses Experiment zu starten.

 

 

 

Ich begann mit einem 4-Tage Heilfasten. Es war ja möglich, dass ich Parasiten im Darm hatte, die verhinderten, dass ich Nahrung gut aufnehme. Die sollten zuerst potentiell beseitigt werden. Danach begann ich eine roh-vegane Diät. Allerdings mit Einschränkungen. Rohkost ist per sé eben auch nicht gesund, hatte ich gelesen. Trockenfrüchte (Datteln, Feigen, Rosinen) aß ich fast gar nicht, Früchte in Maßen und außschließlich als Trennkost. Genauso das rohe Brot und die Buchweizensprossen. Dressing am Salat könnte in die Poren der Blätter eindringen und die Vitamine zerstören… Und welche Menge sollte ich eigentlich essen? Zuviel würde vielleicht meine Verdauung überlasten? Wenn ich zu wenig aß, hatte mein Körper vielleicht nicht genug?

 

Ich konzentrierte mich immer mehr darauf, was schädlich für meinen Körper sein könnte. Und je nachdem, was man liest, konnte das FAST ALLES sein.

 

Das Resultat:

  • Ich nahm weiter ab. Dazu kamen Heil- und Entgiftungskrisen. Nach einem Blackout landete ich mit einer Platzwunde im Krankenhaus.
  • Energieschübe kamen und gingen. Gegen Ostern fühlte ich mich immer besser in meinem Körper. Meine Verdauung war so gut wie nie. Allerdings konnte ich sie nicht wirklich für die Familie oder für SmileAtlife nutzen, weil ich so mit meiner Ernährung und meinem Sportprogramm beschäftigt war.

Ich kaute manchmal 2 Stunden meinen Salat und war in der Zeit auch für meine Kinder nicht verfügbar

  • Vor allem mein 4-jähriger Sohn wollte nicht viel wissen von dem, was ich da Leckeres in der Küche zauberte. Am Anfang hatte ich Erfolge mit Brennnesseln-Apfel oder Kokos-Yoghurt, bis ich es mit der Brennnessel übertrieb. Danach war es aus. Wir mussten deshalb immer extra kochen.
  • Ich entwickelte viel Kreativität in Sachen Ernährung. Viele neue Keimlinge und einige neue Rezepte wurden in den Speiseplan integriert.

 

 

Am Ende der Fastenzeit und des Rohkost-Experiments waren eine Erkenntnisse gereift für die ich sehr dankbar bin.

Meine Lebensenergie hat nur teilweise mit meiner Ernährung zu tun!

 

 

Daraus habe ich folgende 7 Geheimnisse für strahlende Lebensenergie extrahiert:

  1. Familie und Community: einfach mit ihnen da sein! Ich spüre gerade die schönen Momente mit Raquel und den Kindern noch intensiver und schätze unserer Krisen.
  2. Ruhe und Entspannung: Ich bin ein eher stressiger Typ und hier habe ich viel Entwicklungspotential
  3. Sonne, Luft und Erde: Es tut so gut und gibt so viel Energie, manchmal bewusst und tief einfach nur zu atmen, eine halbe Stunde mit nacktem Oberkörper in der Sonne zu liegen oder nach einem Bürotag die bloßen Füße auf den Waldboden zu setzen.
  4. Bewegung und Fitness: Das kennst Du wahrscheinlich auch: Wenn Du dich absolut schlapp fühlst und strengst dich dann eine halbe Stunde mal richtig an, fühlst Du dich wieder richtig lebendig.
  5. Wirken in der Welt: Was möchtest Du in dieser Welt bewirken? Welches sind deine Stärken? Das herauszufinden, kann schon eine Herausforderung sein. Ich weiß, wie ich am besten in dieser Welt wirken kann: Mit meinen Liedern und der Musik, mit meiner Experimentierfreudigkeit und meiner Stärke, Dinge umzusetzen. Das zu tun und an andere Menschen weiter zu geben, gibt mir selbst viel Lebensenergie zurück
  6. Ernährung: Definitiv hat sich bei mir durch dieses Ernährungs-Experiment etwas geändert. Ich hatte oft das Gefühl, dass mein Körper mir deutlicher sagt, was er gerade braucht. Am Ende sogar, dass ich zu sehr darauf fixiert war, was ich als nächstes esse und dadurch die anderen Faktoren aus dem Gleichgewicht gekommen sind.
  7. Sich selbst etwas gönnen: Hier habe ich wohl mein größtes Entwicklungspotential. Ich bin ständig damit beschäftigt, mein Ego zu füttern: “Ich bin so toll, weil ich so “öko” lebe und so “grün” esse, ein toller Vater, Partner, Liebhaber, Geschäftsmann, usw. Bin. Dabei vergesse ich, mal zu relaxen und mir selbst etwas zu gönnen. Sei es, eine heiße Schokolade beim Cafébesuch mit Freunden oder mir einfach Raum für mich zu nehmen und Zeit dafür von meiner Familie zu fordern. Ich habe bei dem Experiment auch gelernt, dass sie wunderbar ohne mich klar kommen.

 

 

So, jetzt muss ich nur noch lernen, die Punkte oben in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen und dann bin ich wirklich der perfekte Öko, der strahlende Liebhaber, toller Vater, Partner und Geschäftsmann…

Leute: Smile At Life! Ich arbeite gerade an dem Glaubenssatz: Ich bin perfekt, wie ich bin: Mit 20 Kilo Untergewicht, den verrückten Experimenten, die ich mache, meinen Öko-Allüren und sonstigen Macken. Ich werde einfach weiter Singen und Lachen und Leben. Ich liebe meine Familie, Euch alle und die Welt.

Euer


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