Die 3 größten Geldsorgen und unsere Tipps damit umzugehen

Geld ist ein Riesenthema im Leben. Auch Redewendungen, wie “Geld macht nicht glücklich” können meine Sorgen um eine finanzielle Absicherung meines Lebensstandards nicht ausblenden. Nachdem ich das Buch “Die Seele des Geldes” gelesen habe”, das für mich sehr klar die Potentiale des Umgangs mit Geld zum Einsatz für persönliches Glück darstellt, sehe ich für uns besonderes Wachstumspotential, wenn wir uns mit folgenden Ängsten und Sorgen aktiv auseinandersetzen:

  1. “Wir haben zu wenig.” Als Familie haben wir (inklusive Kindergeld) für 2 Erwachsene und 2 Kinder etwa 2000 EUR Netto im Monat zur Verfügung. Damit liegen wir an der Armutsgrenze und deutlich unter dem Durchschnitt eines Haushalts in Deutschland.
  2. “Wir könnten bald (noch) weniger haben.” Unsere größte Geldquelle im Moment ist mein 50%-Arbeitsvertrag. Der läuft im Juni 2017 aus. Die Einnahmen aus unserem Online-Business sind ungewiss.
  3. “Wir können nicht genug Rücklagen für später sammeln.” Versicherungsvertreter rechnen zuerst vor, dass es besonders wichtig ist, früh vorzusorgen. Schon allein wegen der Zinsen, die auf die privaten Rücklagen gezahlt werden.

 

 

 

Zu 1: Wie haben wir aktuell unseren Lebensalltag arrangiert?

  • Auf 63 qm haben wir Multifunktionsräume eingerichtet zum Schlafen, Wohnen, Arbeiten, Kochen, Essen und Spielen.
  • Wir finanzieren unseren Lebensstil mit einer 50%-Arbeitsstelle. Dadurch sind wir reich an Zeit. Wir haben Zeit uns mit dem, was wir kaufen und konsumieren, intensiv auseinanderzusetzen und die Dinge auszuwählen, die unserem Leben wirklich einen Sinn geben.
  • Wir entschlacken unser Leben. Hier sehen wir einen wichtigen Faktor zur Suffizienz und auch zum Glücklichsein. Klar. Man kann auch ohne Geld glücklich sein. Allerdings ist dazu die Überzeugung wichtig, dass wir weniger brauchen.

Ich habe bei mir oft festgestellt, dass ich den Glaubenssatz “Mehr ist besser!” doch sehr verinnerlicht habe und es wirklich eine Herausforderung ist, ihn zu beseitigen.

Ein wichtiger Schritt zur Entschlackung und Entrümpelung unseres Lebens wird der Umzug in unser Wohnmobil Ende Juli sein. Das ist unsere radikale Methode, um wirklich alle Besitztümer mal in Frage zu stellen.

 

 

Bitte versteht mich hier nicht falsch.

Ich möchte nicht den Geldfluss in meinem Leben unterbrechen. Ich würde einen großen Geldfluss sehr begrüßen. Und ich möchte maximal bewusst damit umgehen.

 

 

Zu 2: Unser Umgang mit dieser Angst ist Investition. Also die Flucht nach vorne.

  • Wir investieren in unsere Gesundheit und unser Gleichgewicht in der Familie. Unser Essen beziehen wir ausschließlich in Bioland und Demeter-Qualität, fahren mindestens 3 mal für insgesamt 2 bis 3 Monate in den “Urlaub” (vor allem Familienbesuche und Bildungsreisen).
  • Wir investieren in Aus- und Weiterbildung. Dafür geben wir im Jahr zwischen etwa 4000 EUR aus.
  • Wir achten genau darauf, wo das Geld hinfließt, das wir ausgeben: Wir machen größere Anschaffungen für den Haushalt ohne auf den Preis zu achten. Herkunft und Produktionsweise sind uns wichtiger. Wenn wir zusätzlich auf den Preis achten, kaufen wir z.B. Kleidung oder Kinderspielzeug lieber in ausgewählten Second-Hand Boutiquen. Unser Wohnmobil als größte Anschaffung dieses Jahr haben wir von einem guten Bekannten erworben und wir achten darauf, möglichst alles zu erhalten und zu pflegen.
  • Die Ersparnisse, die uns noch bleiben, haben wir ausschließlich bei ethischen Banken geparkt, die transparent in Projekte investieren, die wir unterstützen möchten.

 

 

Zu 3: Auch bei der Auseinandersetzung mit dieser Angst haben wir einen eher unkonventionellen Ansatz.

  • Wir halten das Geld im Fluss. Aus meiner Sicht hilft es niemandem, wenn man Geld hortet. Weder reichen noch armen Menschen ist das zuträglich. Warum sollte eine digitale Zahl auf meinem Bankkonto mir helfen, wenn ich vielleicht in 2050 Hunger leiden muss? Welchen Wert hat die Zahl dann noch und vor allem, wer bestimmt das? Ich vertraue da nicht irgendwelchen privaten Versicherern.

Wir lenken unser Geld lieber JETZT in eine Richtung, die uns sinnvoll erscheint, geben es bewusst aus und spenden es an inspirierende Projekte, von denen wir glauben, dass sie etwas verändern können, vor allem, wenn wir die Menschen kennen, die dahinter stehen.

  • Für all unsere Investitionen zapfen wir auch unsere Ersparnisse an. Wenn wir das Geld im Fluss halten, wird es auch wieder zurück kommen, wenn wir es brauchen. Wir glauben daran, dass es zurück kommt, wenn wir nur mit offenen Herzen und Händen bereit sind, es zu empfangen. Das wollen wir in der nahen Zukunft auch online auf dieser Webseite mit Produkten präsentieren, die das Beste vom Besten beinhalten, was wir zu geben haben.

 

 

Zweifel kommen auf, wenn ich mir nüchtern die roten Zahlen unseres Business anschaue. Auf der anderen Seite bin ich Teil einer wundervollen Familie, die sich täglich miteinander auseinander setzen und füreinander einsetzen, zwei hochqualifizierte und -motivierte Erwachsene mit vielen Ideen, 2 starke und gesunde, starke Kinder, die wissen, was sie (nicht) wollen und lernbegierig sind von der ersten bis zur letzten Sekunde des Tages. Wenn der Glaube an unsere reichen Ressourcen uns ein Auskommen garantieren kann, brauchen wir keine “Arbeit” ausführen, die uns nicht erfüllt, “zu viel” ist oder uns mehr Energie raubt als gibt. Sollte das Leben uns lehren, dass die Angst vor dem “Nicht genug haben” durchaus unser Leben bestimmen sollte, werden wir das wohl in spätestens 1 Jahr wissen. Wir wollen es darauf ankommen lassen.

 

 

Auf jeden Fall bleiben wir experimentierfreudig. Denn beim Experimentieren erleben wir so viele intensive Momente! Ihr werdet hier erfahren, wie es mit den Experimenten weiter geht. Bis dahin laden wir euch ein, mit uns zusammen weiterhin das Leben und den Fluss des Geldes durch das Leben anzulächeln!

Werdet Teil unseres Projekts. Werdet Teil unseres Tribes!

 

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  2 Replies to “Die 3 größten Geldsorgen und unsere Tipps damit umzugehen”

  1. 21. April 2017 at 17:10

    Sehr schön geschrieben. Ich sehe das sehr ähnlich. Zum Thema finanzielle Absicherung finde ich eine genossenschafltiche Wohnung sehr schön. Wir ziehen jetzt in ein Mehrgenerationen und inklusives Wohnprojekt. Dort können wir unser ganzes Leben wohnen und im Alter sinkt die Miete 🙂

    • 24. April 2017 at 10:27

      Hallo Alex, Das hört sich super interessant an. Vielleicht kannst Du hier verraten, wo dieses Wohnprojekt ist und evtl. einen Link mitschicken. Für uns steht fest, dass wir nach Spanien ziehen wollen. Und dort wird sich zeigen, ob wir eine Community mit Gleichgesinnten aufbauen können. Wir haben viel Lust dazu! Herzensgrüße von Daniel

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