7 Tipps, um dich im schwierigen Spagat zwischen Kind und Karriere nicht zu verausgaben!

“Vor der Geburt meines ersten Kindes hatte ich mir das Leben nach der Geburt ganz anders vorgestellt!” Für viele Eltern ist es gar nicht so leicht, die Work-Life Balance nach der Geburt wieder so herzustellen, dass sie sich wohl fühlen. Worauf du achten solltest, um ein für dich stimmiges Gleichgewicht herzustellen, und nicht zwischen Kind, Karriere und Partnerschaft zu zerreißen, darüber schreiben wir in diesem Artikel.

Raquel sagte mir vor der Geburt ganz klar: “Ich möchte nicht 3 Jahre aus dem Berufsleben verschwinden! Wenn unser Kind 3 Monate alt ist, werde ich wieder arbeiten gehen!” Das war genau das, was Raquel schon als Kind von den Familien in Spanien kannte. Für mich war das eher ungewohnt, und gleichzeitig eine klare Ansage. Ich wusste, worauf ich mich einließ und konnte jetzt für mich entscheiden, ob ich selbst eine Auszeit nehmen wollte, um 1 Jahr für mein Kind da zu sein. Ich nahm die Herausforderung an…. Ohne wirklich zu wissen, was das bedeutet.

 

 

[Daniel] … konnte jetzt für mich entscheiden, ob ich selbst eine Auszeit nehmen wollte, um 1 Jahr für mein Kind da zu sein. Ich nahm die Herausforderung an…. Ohne wirklich zu wissen, was das bedeutet.

Und nach der Geburt unseres Sohnes wurden die Karten neu gemischt: Raquel wollte stillen, das Abpumpen der Milch war umständlich und unangenehm: Ihre Karriere als Chemieingenieurin und selbst die Coaching-Ausbildung waren weniger wichtig als sie selbst erwartet hatte. Ich hingegen fand mich auf einmal in einem Zwiespalt zwischen Geld verdienen und Familie. Natürlich wünsche ich mir einen Geldfluss für mich und nicht zuletzt für meine Familie, der uns bequem leben lässt und auch mal ein paar kostspielige Investitionen tätigen lässt, von Biolebensmitteln bis zur Solaranlage. Auf der anderen Seite möchte ich dafür nicht so viel Lebenszeit opfern, dass am Ende meine Beziehungen zu Raquel und dem Kind leiden. Beim ersten Vorstellungsgespräch kam es genau an dem Punkt zum Konflikt. 40 Stunden in der Firma waren für mich ein NoGo, für die Firma hingegen nicht ausreichend. Da müsste ich je nach Projektlage auch mal 50 bis 60 Stunden ran.

Nach der Geburt unseres Sohnes wurden die Karten neu gemischt

Viele Mütter und Väter kommen schnell an den Punkt, dass sie sich zwischen Job und Familie aufreiben. Beide wollen ihren Job, ihr Wirken in der Welt, fortsetzen. Mit der bewussten Entscheidung für ein gemeinsames Kind haben sie außerdem die Vereinbarung getroffen, beide für das Kind da zu sein. Und im Alltag kommt es zwischen den Partnern bald zum Streit: Wer muss heute Nacht aufstehen, wenn das Kind weint? Wer hat jetzt das Recht auf einen “freien” Abend? Und wann bleibt dann noch Zeit für die Beziehung?

Mütter und Väter kommen schnell an den Punkt, dass sie sich zwischen Job und Familie aufreiben. Beide wollen ihren Job, ihr Wirken in der Welt, fortsetzen.

Und wie lange geht das gut? Besonders mir, Daniel, fällt es oft schwer, ein klares “Nein” herauszubringen, weil es einem Teil in mir vorkommt, wie ein Scheitern oder ein Versagen. Bestimmt bin ich nicht der einzige und auch wenn Du Mutter bist, kann es sein, dass Du dich hier wieder erkennst: Ich möchte möglichst der perfekte Vater, Liebhaber und Mitbewohner sein. Außerdem der taffe Business-Partner, der beste Kumpel, der Vorzeigesohn, das zuverlässige Vereinsmitglied,… Diesem Teil in mir, der das Wort “Nein” nicht kennt, fällt es viel leichter, mich selbst anzulügen und mir vorzugaukeln, ich schaffe es neben den ganzen Zusagen, die ich im Job und in der Familie mache, auch noch genügend Zeit für mich. Diesem Teil in mir mache ich unzählige Male täglich klar:

1.

Dass alle meine Pläne und Vorstellungen jederzeit total über den Haufen geworfen werden können. Das gilt vor allem seit ich Kinder habe. Kinder haben ist ein sehr unberechenbares Projekt! Das ist nicht tragisch! Es ist der Weg, den mir das Leben zeigt und deshalb hat jeder Strich durch die Rechnung seinen Sinn.

2.

Welche sind meine Vorstellungen und Glaubenssätze? Zum Beispiel für die Rollenverteilung von Mann und Frau in der Familie bekommen wir schon als Kinder ein klares Bild eingeprägt. Kann es auch anders sein? Was genau wäre meine Traumvorstellung?

3.

Was ist mir wichtig? Wie wichtig sind mir meine Beziehungen zu meiner Partnerin und zu meinen Kindern? Wo möchte ich in der Welt genau wirken? Füllt mein Job auch meine Seele oder nur meinen Geldbeutel? Denn die Erwerbsarbeit wird immer wichtiger, je weniger Zeit man für Hobbies hat…

4.

Sei ehrlich zu dir selbst! Schaffe ich das Pensum zwischen Job und Familie? Will ich es schaffen? Was ist mir in diesem Moment wichtig? Wem kann ich zuerst mit einem klaren “Nein” erwidern um mein inneres Gleichgewicht zu erhalten?

5.

Es geht um mich, um meine Energie und um meine Gesundheit! Schöpfe ich Energie aus meinem Job, aus meinem Wirken in der Welt? Wie sieht es in der Partnerschaft aus? Wie sehr dominieren hier Streitereien, Sorgen, Ängste, die mich auslaugen und schwächen? Bekomme ich aus den geteilten Momenten der Freude, des Lachens und Zärtlichkeit täglich Energie und einen Immunbooster zurück?

6.

Wenn Stress und Streit, sei es im Job oder in der Familie, dominieren, ist es höchste Zeit, etwas zu ändern. Und eine Änderung sollte in erster Linie in mir statt finden. Äußere Faktoren zu ändern bringt mich im Zweifel nicht weiter. In einem neuen Job, in einer neuen Partnerschaft, werde ich wahrscheinlich auf die gleichen Probleme und schmerzhaften Muster wieder stoßen.

7.

Meine Partnerin (Raquel) ist da, um mich zu unterstützen! Und sei es dadurch, dass sie mir durch ihre tiefe weibliche Weisheit immer wieder (wenn auch meist auf die spanisch harte Tour) sagt: “Stopp: Hier stimmt etwas nicht!” Das heißt nicht: “Du stimmst nicht!” sondern: “Mir fehlt etwas in unserer Beziehung, ich weiß nicht genau, was oder wie ich bekommen kann. Bitte hilf mir dabei, es gemeinsam herauszufinden!” Und wenn du in dem unverbesserlichen Perfektionisten deinen Partner/deine Partnerin erkannt hast: Hör nicht auf, ihm oder ihr unermüdlich auf den Schlipps zu treten!

 

Und das hilft sowieso immer: Lächle das Leben an!

Deine Raquel und Daniel

 

Ein Video über das Thema findest Du auf unserem YouTube Kanal:

Kinder und Karriere

 

 Wie weit sind deine Erwartungen von deiner Karriere nach der Geburt deines Kindes erfüllt? Hat sich dein Bild von deinem Wirken in der Welt durch dein Elternsein auch stark verändert? Was hat das mit deiner Partnerschaft gemacht? Fühlst du sich überfordert, in Beruf und Familie volle Leistung zu bringen? Du bist bestimmt nicht der/die Einzige. Wie ihr damit fertig werdet und was dann auf jeden Fall angesagt ist, verraten wir euch in diesem Video.

 


Wir, Raquel Jovani-Abril und Daniel Forchheim, die Beziehungs-Trainer von „SmileAtLife“ begleiten Paare, die auch Eltern sind, mit Humor und Offenheit auf ihrem Weg zur Traum-PaarBeziehung.

 

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