5 Gründe, warum in der Schwangerschaft der Sex einschläft und was du tun kannst, um das zu verhindern!

Auch Raquels dritte Schwangerschaft ist wieder ganz anders. Das körperliche Befinden, der innerlich gefühlte Stress, das äußere Umfeld,… alles verändert sich, genauso wie der Sex und der Grad an Intimität zwischen uns. Wenn Du das genauso empfindest und wenn Du die Erfahrung machst (oder gemacht hast), dass Sex, Intimität und Lust in deiner Partnerschaft in der Schwangerschaft einschlafen: Damit bist Du bestimmt nicht allein.

In diesem Artikel möchten wir über Gründe sprechen, warum Sex und Intimität in der Partnerschaft in der Schwangerschaft einschlafen können, was oft zur Folge hat, dass auch nach der Geburt das Feuer der Leidenschaft nicht wieder entfacht wird. Und wir möchten über Lösungen sprechen und darüber, wie du die Veränderungen durch die Schwangerschaft nutzen kannst, um den Sex in deiner Beziehung sogar noch leidenschaftlicher und liebevoller zu gestalten.

Es geht nicht darum: “Ich brauche das, und wie kann ich es bekommen?” oder “Warum gibst Du es mir nicht?” Es geht darum, miteinander in den Austausch zu gehen

 

Zuerst zu der Frage: Warum verändert sich in der intimen Beziehung so viel mit der Schwangerschaft? Was führt dazu, dass der eine oder die andere weniger oder mehr Lust auf Sex haben?

1. Hormonelle Veränderungen:

die hormonelle Umstellung kann bei der Frau direkt dazu führen, dass sie weniger oder auch mehr Lust auf Sex verspürt. Der Partner reagiert sehr unterschiedlich darauf. Manche werdenden Väter ziehen sich zurück andere wollen jetzt gerade Sex.

2. Körperliche Veränderungen:

klar, wenn der Frau übel ist, sie sich vielleicht mehrmals am Tag übergeben muss, hat sie mit anderen Dingen zu tun, als mit dem intimen Kontakt zum Partner. Raquel fühlte sich besonders in den ersten 2 Monaten schlapp und depressiv. Es kann auch sein, dass die Frau sich nicht mehr wohl fühlt in ihrem Körper, weil die neuen Rundungen ihr fremd sind. Es kann auch sein, dass der Mann sich verändert, aus “Solidarität” zur Frau auch einen Bauch ansetzt und sich deshalb in seinem Körper nicht mehr so wohl fühlt.

3. Ängste und Unsicherheiten:

manche kommen dir selbst sehr wichtig vor, andere erscheinen dir vielleicht fast lächerlich und du traust dich gar nicht, sie auszusprechen. Fakt ist, dass sie wichtig sind, wenn sie dich stören und die sexuelle Energie zwischen dir und deinem Partner/deiner Partnerin blockieren. Zum Beispiel, wenn er Angst hat, das erste, was sein Kind von ihm kennen lernt, ist sein Penis; oder wenn sie unsicher ist, ob der Koitus dem Kind schadet und ihr deshalb den intimen Kontakt generell meidet. Vielleicht hat sogar der Arzt verordnet, dass Frau Ruhe braucht und ihr keinen Geschlechtsverkehr haben dürft.

Geht langsam vor! Immer mit Respekt, langsam und feinfühlig, ob der nächste Schritt im Moment für beide Seiten passt.

4. Routine:

Routine im Sex ist auf der einen Seite sehr wertvoll. Du weißt, was dein Partner/deine Partnerin mag oder nicht mag. Du hast keine Angst mehr, dich zu blamieren, wenn Du deinem Partner/deiner Partnerin deine sexuellen Vorlieben enthüllst. Und Routine kann in gewissen Situationen auch hinderlich sein. In der Schwangerschaft verändert sich Vieles. Hier ist es vorteilhaft, wenn ihr euch vorstellen könnt, wie der intime Kontakt auch anders und für beide lustvoll sein kann.

5. Stress:

Bei uns war es in der zweiten Schwangerschaft so, dass Raquel mit einem mal völlig entschleunigt wurde. Wir kamen aus einer Phase, in der wir viele ehrenamtliche und berufliche Projekte begonnen hatten. Außerdem wollten wir dieses mal die Geburt noch einmal ganz anders gestalten, viel lesen, Kurse machen, etc… Daniel hatte auf einmal das Gefühl, er müsste jetzt “die Bälle auffangen”, in allen Projekten die Lücken ausfüllen, die durch Raquels Entschleunigung entstanden waren und außerdem ein Plus an Zeit und Energie für unseren ersten Sohn aufbringen. Auf einmal stand die Partnerschaft viel weiter hinten auf der Prioritätenliste als in der ersten Schwangerschaft, als Raquel fast jeden Tag Massagen bekam. Raquel reagierte irritiert und enttäuscht.

Offen sprechen,wie ihr Euch fühlt! Alle Gefühle sind wichtig. Bringt alles auf den Tisch und sprecht, ehrlich mit Euch selbst und ehrlich mit eurem Partner.

 

Es gibt viele verschiedene Konstellationen, Feinheiten und verschiedene Facetten, jede Beziehung, jeder Mensch ist verschieden. Und was hinter der Veränderung in der Sexualität steckt, geht sehr tief. Es werden tiefe Bedürfnisse, Wünsche und Ängste berührt. Es geht nicht darum: “Ich brauche das, und wie kann ich es bekommen?” oder

“Warum gibst Du es mir nicht?” Es geht darum, miteinander in den Austausch zu gehen über die Themen, die eine Veränderung – ausgelöst zum Beispiel durch eine Schwangerschaft – in jedem von Euch berührt. Wie kann das genau funktionieren?

 

  • Offen sprechen,

wie ihr Euch fühlt! Alle Gefühle sind wichtig. Gerade, wenn du Angst hast, sie könnten deinen Partner/deine Partnerin verletzen. Zum Beispiel: Er hat Lust auf Sex, Sie nicht. Mann, versteck deine Lust nicht hinter einem: “Naja, sie ist ja schwanger, das hat jetzt Vorrang! Da muss ich mich jetzt eben 9 Monate in Geduld üben!” Und Frau, versteck deine aktuelle Abneigung nicht hinter: “Wir sind ja nunmal ein Paar, da hat er wohl das Recht auf Sex, dann halt ich das jetzt eben aus!” Bringt alles auf den Tisch und sprecht, ehrlich mit Euch selbst und ehrlich mit eurem Partner.

  • Geht langsam vor!

Immer mit Respekt, langsam und feinfühlig, ob der nächste Schritt im Moment für beide Seiten passt. Kennt ihr die aufregende Magie von Slow-Sex?

  • Sex verboten?

Keine Angst der Welt und auch kein Arzt kann Euch von jedwede Form von Intimität oder Sex verbieten. In der Regel bezieht sich die ärztliche Diagnose auf den Koitus. Und Sex ist soooo viel mehr (als das, was in Pronofilmen gezeigt wird). Jetzt ist eine tolle Möglichkeit neue erogene Zonen zu erforschen: Bei Frau und Mann!

 

Warte nicht, bis das Kind da ist und alles wieder “normal” wird. Denn nach der Geburt werden die Karten wieder ganz neu gemischt. Wahrscheinlich wird es nie wieder so, wie vor der Schwangerschaft.

  • Experimentiert beim Sex!

Probiert etwas neues aus. Beschränkt Euch nicht auf das, was ihr schon kennt. Das bringt Euch nur die Enttäuschung, dass es auf einmal nicht mehr funktioniert. Enttäuschung, die gerne am Partner/in ausgelassen wird z.B. in Form von: “Was ist auf einmal los mit dir? Mit dir stimmt etwas nicht und deshalb funktioniert es im Sex nicht mehr!” Wie wäre es z.B so: “Ich weiss nicht genau, was los ist und ich wünsche mir, dass wir im Sex gemeinsam neue Wege gehen.”

  • Trau Dich jetzt

zu sagen: “Die Situation gefällt mir nicht mehr! Ich möchte etwas verändern, auch wenn ich noch nicht genau weißt, was!” Das kann deinem Partner/deiner Partnerin erst einmal weh tun und ist super-notwendig, damit sich etwas verändert. Natürlich ist immer wichtig: Dein/e Partner/in ist nicht allein dafür verantwortlich, dass es nicht so läuft, wie du es dir wünscht. Wahrscheinlich ist er genauso verunsichert, wie du. Deshalb ist es so wichtig, dass Du dich traust, den ersten Schritt zu tun. Und es ist wichtig, es jetzt zu tun. Warte nicht, bis das Kind da ist und alles wieder “normal” wird. Denn nach der Geburt werden die Karten wieder ganz neu gemischt. Wahrscheinlich wird es nie wieder so, wie vor der Schwangerschaft.

Dein/e Partner/in ist nicht allein dafür verantwortlich, dass es nicht so läuft, wie du es dir wünscht. Wahrscheinlich ist er genauso verunsichert, wie du.

 

  • Du bist schön

Finde einen Weg, dich selbst attraktiv zu finden. Stopp mit alten Klamotten, vor allem zu Hause! Kleide Dich so, dass Du dich auch zu Hause wohl fühlst! Auch in deiner Unterwäsche. Geh zum Frisör! Gönn Dir ein bisschen Wellness, um zu entspannen! Genieß die Entschleunigung durch die Schwangerschaft und Mann, lass dich davon anstecken!

  • Jeden Tag Bewegung an der frischen Luft

Wengisten 45 min spazieren gehen. Yoga für Schwangere, Schwimmen… wenn du dich selbst schön und fit findest und fühlst, wird dein Partner dich auch so erfahren.

 

In jeder Schwangerschaft hat sich bei uns so viel verändert. Ging oder geht es dir auch so? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Teil uns deine Erfahrungen hier in den Kommentaren mit! Das ist auch für andere sooo wertvoll, die diesen Artikel lesen. Wie hast du die Sexualität während deiner Schwangerschaft oder der Schwangerschaft deiner Partnerin erlebt? Haben die Hinweise in diesem Artikel dir geholfen?

Eure Raquel und Daniel

 

Ein Video zum Thema findest du HIER unten:

 

 

 


 

Wir, Raquel Jovani-Abril und Daniel Forchheim, die Beziehungs-Trainer von „SmileAtLife“ begleiten Paare, die auch Eltern sind, mit Humor und Offenheit auf ihrem Weg zur Traum-PaarBeziehung.

 

 

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