3 Rezepte, wie du ab der Geburt eine tiefgründige Vater-Kind Beziehung aufbaust

Irgendjemand hat einmal gesagt, dass niemand ein Kind so sehr lieben kann wie eine Mutter. Dieser jemand war nie ein Vater.

Unbekannter Verfasser (aus „HypnoBirthing“ von Marie F. Mongan)

 

Es scheint, als ob vor allem die Mutter alle Wünsche eines Neugeborenen erfüllen kann. Kommentare von Vätern, wie „Kinder machen erst Spaß, wenn sie 2 Jahre alt sind!“, oder von Bekannten, wie: „Väter werden später wichtiger, wenn die Kinder sich mehr bewegen und die Welt entdecken wollen!“ wollte ich nicht einfach so hinnehmen. Tragetuch und Babymassage sind durchaus nicht Müttern vorenthalten. Bewegung und Sport sind vom ersten Tag an wichtig für das Kind. In diesem Artikel will ich Wege vorstellen, wie ich als Vater von Geburt an eine der wichtigsten Personen im Leben meiner Kinder sein kann.

Auf einmal war da ein weiteres Wesen in unserem Leben. Ein Kind, dem wir beide Liebe, Nähe, Nahrung geben möchten. Doch ich fühlte mich oft wie das dritte Rad am Wagen. Mit dem Stillen deckt die Mutter gleich 2 wichtige Grundbedürfnisse des Kindes ab: Nahrung und Nähe/Liebe.

Beim Stillen bin ich als Vater außen vor. Was bleibt mir dann noch? Popo sauber machen, Schnuller geben oder Fläschchen wärmen?

Das ist mir zu langweilig… und außerdem hatten wir Schnuller und Fläschchen sowieso nicht!

Ich glaube, für den Vater ist es ungleich schwerer eine tiefe emotionale Beziehung zu seinem Kind aufzubauen als für die Mutter. Allein wegen der Anatomie und den Hormonen.

Der Alltag mit einem Baby ist auf den ersten Blick anstrengend, auf jeden Fall ist er total anders, als das Leben bisher. Ständig signalisiert das Baby weinend, dass es irgendetwas braucht und wenn es dann mal schläft, hat man einfach nur noch Lust, sich daneben zu legen. Wo bleibt die Zeit, mich in den besten Jahren meines Lebens zu verwirklichen und all die Projekte, die ich mir vorgenommen habe?

Vielleicht birgt aber gerade der Einsatz in der Familie einen riesigen Schatz, den ‘Mann’ auf den ersten Blick nicht sieht? Kann die Beschäftigung mit dem Kind und der Partnerschaft mir die Augen öffnen, für das, was ich wirklich will und suche im Leben?

Ich kenne viele Männer und Frauen, die sich mehr Kontakt zu ihrem Vater wünschen. Vor allem der tiefgründige, emotionale Austausch mit ihm, fehlt.

Deshalb mein Appell an die Väter dieser Welt, die sich nicht verstecken wollen: Misch dich von Anfang an in die Eltern-Kind-Beziehung ein!

 

Viele Mütter sagen, sie wünschen sich vor allem Hilfe im Haushalt von den Vätern. Ich glaube nicht, dass das unsere Bestimmung ist. Die technischen Aufgaben muss nicht der Vater erledigen, er kann viel mehr sein, als eine Haushaltshilfe. Wir Väter sind unglaublich wichtig für das soziale Gefüge in der Familie. Also, zieh dich nicht zurück, sondern dräng dich ruhig mal auf!

 

Hier ein paar Anregungen, wie du ganz einfach und mit Spaß direkt ab Geburt in guten Kontakt mit deinem Kind kommst. Für mich hat sich dadurch die Qualität im Familienleben vervielfacht. Probier folgende Sachen einfach mal aus!

 

1.Trag dein Baby im Tuch mit dir herum!

Glaub mir, das mit dem Tuch Wickeln hast Du bald besser drauf, als deine Partnerin. Die Kinder wollen fest im Tuch sitzen. Das ist was für Männer. Ich glaube, Mütter habe oft Angst, dem Baby die Luft abzuschnüren. Das ist wohl fast unmöglich. Dein Baby wird an deiner Brust nicht ersticken, selbst wenn auch der Kopf im Tuch verschwindet. Dein Herzschlag und deine Atmung sind echte Lebensenergie-Booster für dein Baby! Am besten Haut auf Haut.

Ich genieße die Tragezeit jetzt noch mit unserem jüngeren Sohn. Am liebsten mit Musik. Wenn ich Gitarre spiele und mein Sohn nach 2 Minuten tief und fest einschläft, erlebe ich einen Glücksmoment.

Das entspannt mich mindestens genauso, wie ihn. Auch ich schlafe danach wie ein Baby. Manche Eltern behaupten, ihr Kind mag das nicht. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Wenn das Kind im Tuch schreit, wie am Spieß, fehlt ihm irgendetwas Wichtiges. Irgendein Grundbedürfnis ist nicht erfüllt, wie zum Beispiel…

 

2.Ausscheidungen kontrollieren. Hilf deinem Kind dabei!

Windelfrei hat bei uns nicht immer perfekt funktioniert. Dennoch war es ein Meilenstein für den entspannten Umgang mit unserem Kind. Die Erkenntnis, dass es durchaus weiß, wann er Pipi oder Kaka muss und, dass der letzte Ort, an dem er seine Ausscheidungen loswerden möchte, mein Arm ist, hat mir oft geholfen, ihn zu beruhigen. Hier kann ich als Vater für zwei weitere Grundbedürfnisse meines Kindes sorgen: Ausscheidungen kontrolliert loswerden und das Kind verstehen, mit ihm kommunizieren. Wenn es sich im Tuch windet, unruhig wird oder weint, muss er vielleicht einfach mal. Für mich ist es immer ein schönes Gefühl, wenn ich die Signale meines Sohnes richtig deute. Die Gefahr ist, dass man sich dann ärgert, wenn man ein Geschäft verpasst, dass dann schlimmstenfalls auf dem Teppich oder im Bett landet. Wie du dich in so einer Situation entspannen kannst,  findest Du in diesem Artikel.

 

3.Säuglingsport

Unser Sohn Josua wurde im Wasser geboren. Die Geburt war erstaunlich leicht und der gesundheitliche Zustand unseres Sohnes seit Anfang an super.

Er ist ein Kraftpaket und bewegt sich seit der ersten Minute athletisch und mit wachsender Begeisterung. Ihn dabei zu unterstützen war von Anfang an mein Aufgabenbereich. Auch hier glaube ich, dass Väter prädestiniert sind, weil sie tendenziell weniger Angst haben, das Kind könnte stürzen. Als Vater bist du von der ersten Minute an der ideale Trainingspartner für deine Kinder. Wie kannst du deinem neugeborenen Kind helfen kannst, sich im Wasser zu ertüchtigen oder sich an die Bewegung im Medium Luft zu gewöhnen? Hier findest Du einige Links:

  1. Wie wirkt das Wassertraining für Babies?
  2. Frühes Babyschwimmen

Den Spaß beim Ausprobieren muss ich dir gar nicht wünschen, den wirst du mit Sicherheit haben. Spannende Erfahrungen und Erkenntnisse über dich selbst werden folgen. Bleib experimentierfreudig und lach weiterhin das Leben an! Dein

 

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